Katzenflöhe, der Albtraum einer jeden Katze

Flohbefall hat, entgegen weit verbreiteter Meinungen, nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Die unliebsamen Schmarotzer können sich als Wirt sowohl den Streuner als auch den penibel gepflegten Rassekater aussuchen. Die kleinen Quälgeister springen, dank ihrer kräftigen Hinterbeine, bis zu einem halben Meter weit.

Flohbefall erkennen

Katzenflöhe erreichen immerhin eine Größe von etwa zwei bis vier Millimetern und sind daher auch mit dem bloßen Auge relativ leicht im Fell der Katze zu erkennen. Vor allem stechen jedoch die Hinterlassenschaften der Katzenflöhe ins Auge: Der Flohkot. Dieser bleibt in Form von kleinen dunklen „Krümeln“ im Fell zurück und dient der Nahrung neuer Flöhe. Daher sollte er mit einem Flohkamm ausgebürstet werden.

Floh ist nicht gleich Floh: Allein in Mitteleuropa kennt man insgesamt etwa 70 verschiedene Floharten, zu denen auch der typische Katzenfloh gehört.

Das Katzenfell als Nistplatz

Das Blut des Wirts wird vom Floh als Nahrungsquelle benötigt. Daher gehen Katze und Floh eine recht einseitige Lebensgemeinschaft ein, in der sich der Floh auf schmarotzende Art im Fell der Katze einnistet.

Hat die Katze solch unangenehme „Untermieter“, können diese dem Tier ziemlich auf die Nerven gehen. Denn um sich zu ernähren, sticht ein Floh bis zu zehn Mal am Tag, um an das Blut des Tieres zu gelangen. Die Stellen, an denen die Katze von einem Floh gestochen wurde, juckt daraufhin enorm. Durch ständiges und langanhaltendes Scheuern und Kratzen der Einstichstellen können dazu noch Entzündungen und Reizungen der Haut kommen.

Weibliche Katzenflöhe können täglich bis zu 50 Eier legen. Diese fallen daraufhin aus dem Fell der Katze und verschwinden in allen möglichen Ritzen und Spalten, wie beispielsweise in Polstern, Teppichen oder unter Kommoden, sobald sie sich zu Larven entwickelt haben. Daher ist eine einfache Bekämpfung der Flöhe, die akut auf der Katze leben, keine Komplettlösung des Parasitenproblems. Bei Flohbefall sollten alle Tiere mitbehandelt werden, die im Haushalt leben. Außerdem sollte die Wohnung gründlich und mit speziellen Mitteln gereinigt werden, um den Kreislauf des Flohbefalls zu unterbrechen, wofür auch das Beseitigen der Floheier notwendig ist. Adäquate Mittel zur Flohbekämpfung sind im Fachhandel erhältlich. Tierärzte beraten Halter betroffener Tiere gerne.

Der Katzenfloh kann Krankheiten übertragen

Davon abgesehen, dass durch das Kratzen Hautwunden entstehen können, die wiederum die Anfälligkeit für Pilze und Bakterien erhöhen können, können Flöhe auch Krankheiten übertragen. So dienen sie beispielsweise als Zwischenwirte für Bandwürmer. Dessen Eier werden von den Flohlarven aufgenommen und gelangen so unter Umständen in den Darm der Katze, wo sie sich weiterentwickeln.

Katzenflöhe auf Menschen, die Übertragung und gesundheitliche Risiken

Katzenflöhe können, wie auch Hundeflöhe, auf den Menschen übergehen. Tatsächlich kann es jedoch vorkommen, dass innerhalb eines Haushaltes nicht alle Personen betroffen sind. Eine Erklärung gibt es für dieses Auswahlverfahren jedoch noch nicht. Abgesehen davon, dass Menschen unter den gleichen juckenden Stellen leiden wie Tiere, birgt der Katzenfloh für den Menschen, nicht zuletzt dank der in Europa herrschenden Hygienestandards, jedoch kaum gesundheitliche Gefahren. Werden Floheier oral aufgenommen, kann es, wie auch bei der Katze, zu einer Übertragung von Bandwürmern kommen, die sich im menschlichen Darm ebenso entwickeln wie im tierischen. Jedoch treten solche Fälle nur selten auf. Häufiger sind jedoch allergische Hautreaktionen. Diese können von Bestandteilen des Flohspeichels ausgelöst werden.